5. Januar 2026

Pionierin des Trickfilms

Pionierin des Trickfilms
Am 17.12. 26 besuchte die bekannte Theaterautorin Rike Reiniger die E-Phase des
Abendgymnasiums Schwerin. Frau Reiniger las den Studierenden aus ihrem noch nicht
veröffentlichten, ersten Roman vor.

“24 Bilder pro Sekunde” wurde nach detaillierter Recherche über anderthalb Jahre
geschrieben. Der Titel beruht auf der Tatsache, dass das menschliche Auge 24 einzelne
Bilder pro Sekunde benötigt, um flüssige Bewegung wahrzunehmen. Reinigers erster
Roman handelt von einer jungen Künstlerin im frühen zwanzigsten Jahrhundert.

Lotte Reiniger, eine entfernte Verwandte der Autorin, war eine Vorreiterin der Trickfilm-Kunst. Mit
historischer Genauigkeit beleuchtet das Werk dabei das Leben dieser Künstlerin – vom
Beginn der Weltwirtschaftskrise über den Ersten Weltkrieg zum Beginn des
Nationalsozialismus und darüber hinaus.

Besonders fällt auf, wie detailliert in dem Roman beschriebene Gefühle übermittelt werden.
Frau Reiniger las verschiedene Passagen vor, unter anderem vom ersten Erfolg Lottes, der
Premiere ihres Langzeit-Silhouettenfilms “Prinz Achmed” (1926). Sowohl Angst, Nervosität
und Unsicherheit als auch Vorfreude, Erwartungen und Ehrgeiz der Protagonistin wurden
übermittelt. Die präzise historische Genauigkeit in “24 Bilder pro Sekunde” zeigt sich zum
Beispiel auch in der authentischen Darstellung der Freunde und Bekannten Lottes.

Ich persönlich wurde von dem Roman mitgenommen und bin auch sehr interessiert, das
Buch, das im Februar des neuen Jahres herauskommt, zu lesen. Trotz des nur kleinen
Einblicks in das Werk machte diese besondere Deutschstunde Lust auf mehr.

Die obligatorische Fragerunde am Ende durfte natürlich nicht fehlen. Die Autorin hat jede mit
Euphorie und großer Offenheit beantwortet. Später haben wir über die Lesung im
Klassenverband gesprochen. Alle fanden diese spannend und die meisten würden das Buch
selbst lesen.

Hiermit, also kollektiv, ein großes Dankeschön von der E-Phase und ein großes Lob an Rike
Reiniger.
Unser Dank richtet sich auch an unseren Schulverein FredA, der diese Lesung finanziell
unterstützte.
Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Text: Norman Tetzlaff

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